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Herzliche Einladung
MHM

Ich möchte Sie herzlich zu unserer diesjährigen Informationsfahrt in den Sächsischen Landtag einladen. Als Rahmenprogramm besuchen wir das Militärhistorische Museum Dresden, eines der größten seiner Art in Europa. Das Museum der Bundeswehr beeindruckt mit seiner spektakulären Architektur von Daniel Libeskind und setzt sich auf vier Etagen facettenreich mit dem Thema Krieg auseinander. 

Erleben Sie in 30 Metern Höhe die Aussicht von der Besucherplattform in der Spitze des Keils. Er verweist auf die Stelle Dresdens, an der am 13. Februar 1945 die ersten Bomben der Alliierten Luftangriffe einschlugen. Vom sogenannten „Dresden Blick“ bietet sich Ihnen ein beeindruckendes Panorama über die Landeshauptstadt.

Im Anschluss besuchen Sie den Sächsischen Landtag und erleben ca. 1 Stunde auf der Besuchertribüne des Plenarsaals die Landtagsdebatte. Im Raum der CDU-Fraktion können Sie mit mir in lockerer Atmosphäre bei Kaffee und leckerem Kuchen über aktuelle politische Themen diskutieren. Die Fahrt ist aktuell ausgebucht. Als Ersatzteilnehmer können Sie sich hier registrieren.

UIF

 

 

Staatsregierung schnürt Lehrermaßnahmenpaket von 213 Millionen Euro

Brunhild Kurth Foto André Forner webDie sächsische Staatsregierung hat sich am 25. Oktober auf ein umfangreiches Maßnahmenpaket geeinigt, um den Lehrerberuf in Sachsen attraktiver zu machen. Für insgesamt 213 Millionen Euro in den nächsten beiden Jahren werden sächsische Lehrer entlastet und finanziell besser gestellt. „Hätten Sie mir vor Monaten ein solches Paket in Aussicht gestellt, hätte ich es nie für möglich gehalten“, sagte Kultusministerin Kurth heute bei der Vorstellung des Paketes.

Mit den Maßnahmen will Sachsen mehr Lehrer für den sächsischen Schuldienst gewinnen und binden. So erhalten junge Lehrerinnen und Lehrer bessere Einstiegsgehälter. Gleichzeitig soll die Leistung ältere Lehrer wertgeschätzt werden, indem sie entlastet und mit neuen finanziellen Anreizen motiviert werden, auch nach dem 63. Lebensjahr im Schuldienst zu bleiben.

Mehr Geld für Lehrer an Oberschulen

Die freien Stellen an Oberschulen zu besetzen, war bislang am schwierigsten. Bisher kamen Junglehrer zunächst in die Entgeltgruppe E11 und erst nach vier Jahren in die Entgeltgruppe E13. Das wird nun anders. Ab dem 1. Januar 2017 werden alle grundständig ausgebildeten Lehrer an Oberschulen die E 13 bekommen und verdienen damit genauso viel wie Lehrer an Gymnasien. Die Höhergruppierung bedeutet eine monatliche Einkommensverbesserung um rund 460 Euro brutto*. Mit der Einkommensverbesserung steigen auch die Ausbildungsbezüge für Lehramtsanwärter an Oberschulen und die Gehälter von Seiteneinsteigern.

Außerdem wird die Eingruppierung von Lehrkräften ohne vollständige Lehrerausbildung um bis zu zwei Entgeltgruppen steigen. Gerade für Seiteneinsteiger mit einer Hochschulausbildung in einem Fachbereich, aus dem ein Unterrichtsfach abgeleitet werden kann, verbessert sich damit die Bezahlung deutlich. Auch Diplomlehrer mit Lehrbefähigung für zwei Fächer (nach dem Recht der DDR) profitieren von diesen Steigerungen.

Ab 1. Januar 2017 gibt es die gleichen Bedingungen auch für alle Förderschullehrer. Im Ergebnis erhalten künftig alle Lehrer mit Lehrämtern der Sekundarstufe I und II an öffentlichen Schulen in Sachsen die E 13.

Beförderungsämter für Fachberater

Fachberater an Oberschulen und Förderschulen werden ab 1. Januar 2017 in die E 14 gehoben, Fachberater an Grundschulen in die E 13.

Künftige Lehrer an Sachsen binden

Die finanziellen Ausbildungsbedingungen für Lehramtsanwärter und Studienreferendare werden verbessert. Ab 1. Januar 2017 können diese Zuschläge von 390 Euro pro Monat erhalten. Voraussetzung ist dafür, dass sich die Nachwuchslehrer nach erfolgreichem Abschluss ihres Vorbereitungsdienstes für vier Jahre verpflichten, als Lehrerinnen und Lehrer in Sachsen tätig zu sein.

Binden der älteren Beschäftigten

Problematisch ist derzeit, dass 9 von 10 Lehrern vor dem Erreichen der Regelaltersgrenze in Rente gehen. Die Rente mit 63 Jahren hat diesen Trend erheblich verstärkt und beschleunigt. „Das Wissen und die Erfahrungen dieser bewährten Lehrkräfte sind jedoch gerade in der jetzigen Umbruchphase an den Schulen ungemein wichtig. Auch für die Integration von Seiteneinsteigern sind die Kolleginnen und Kollegen wichtige Ansprechpartner bei der Integration in den Schulalltag“, sagte Kultusministerin Kurth.

Deshalb soll ein möglichst großer Impuls gesetzt werden, um diese Lehrkräfte zum Verbleib im Schuldienst zu bewegen. Beschäftigte, die nach dem 1. August 2017 ihr 55. Lebensjahr vollenden, werden mit zunehmendem Alter von der Unterrichtsverpflichtung wie folgt entlastet:

  • Mit 58 Jahren reduziert sich das Regelstundenmaß um eine, mit 60 um eine weitere und mit 61 um insgesamt drei Wochenstunden.
  • Beschäftigte, die vor dem 31. Juli 2017 ihr 55. Lebensjahr vollenden, bleiben die bisherigen Regelungen bestehen – mit einer Ausnahme: Ab dem 63. Lebensjahr werden die Beschäftigten um eine dritte Wochenstunde entlastet. Das ist neu.
  • Doch damit nicht genug: Den Kolleginnen und Kollegen ab dem 63. Lebensjahr wird ein höheres Entgelt gewährt. Dies entspricht einem Zuschlag von bis zu 780 Euro brutto*. Weniger unterrichten und mehr Geld verdienen – das kann somit für ältere Lehrerinnen und Lehrer Realität werden.
  • Darüber wird es für Lehrkräfte ab dem 63. Lebensjahr weitere entlastende Maßnahmen geben. Dazu gehört zum Beispiel, dass diese Kolleginnen und Kollegen nicht mehr an mehrtägigen Klassenfahrten teilnehmen müssen.

„Vor dem Hintergrund, dass diese Lehrergeneration Hauptgarant für den Erfolg des sächsischen Schulsystems seit der Wende war, finde ich diese Vergünstigungen mehr als verdient“, betonte die Ministerin.

Arbeitsvermögen erhöhen und Mehrarbeit vergüten

Die Abordnungen von Lehrern an die Verwaltung sollen weiter reduziert werden. Teilzeitbeschäftigte Lehrer werden angesprochen, ob sie freiwillig ihre Arbeit erhöhen möchten. Die Mehrarbeit wird natürlich vollständig vergütet. Auch Überstunden werden ab der ersten Stunde bezahlt.

Neue Zulagen, um Lehrer zu gewinnen

Um besser im Wettbewerb mit anderen Bundesländern zu bestehen, kann bei einem Wechsel nach Sachsen ab dem 1. Januar 2017 eine Zulage in Höhe der Differenz von bis zu zwei Erfahrungsstufen des TV-L gewährt werden. Diese Zulage gibt es für vollausgebildete Lehrkräften, die aus dem Schuldienst eines anderen Bundeslandes nach Sachsen kommen.

Die Besetzung von freien Stellen in ländlichen Regionen war besonders schwer. Künftig wird das Kultusministerium offensiv mit einer Landlehrerzulage von monatlich bis zu 595 Euro brutto* werben können. Bislang verdienten Junglehrer an Oberschulen im ländlichen Raum in der Regel rund 3.054 Euro brutto* als Einstiegsgehalt. Künftig werden sie höher eingruppiert und bekommen inklusive der Landlehrerzulage rund 4.112 Euro brutto*. Das bedeutet ein Gehaltszuwachs von rund 1.060 Euro brutto monatlich.

Außerdem ist neu, dass es diese „Landlehrerzulage“ jetzt auch für Lehrer in so genannten Mangelfächern in städtischen Regionen gezahlt werden kann. Die Zulage kann ebenfalls monatlich bis zu 595 Euro brutto* betragen.

Qualifizierungsprogramm für Seiteneinsteiger

Kultusministerin Kurth betonte heute nochmals: „Wir müssen durch ein Tal der Tränen gehen. Ich bleibe bei dieser Aussage und das aus gutem Grund. Trotz der jetzt beschlossenen Einkommensverbesserungen wird Sachsen aufgrund der realen Bewerbersituation und des deutschlandweiten Lehrermangels in den nächsten Jahren, nicht ohne Seiteneinsteiger auskommen.“

Deshalb sind auch Maßnahmen beschlossen worden, um Seiteneinsteiger intensiver auf ihre Tätigkeit an der Schule vorzubereiten. Zur Qualifizierung legt Sachsen ein auf mindestens fünf Jahre ausgelegtes Qualifizierungsprogramm auf. Die Seiteneinsteiger absolvieren zunächst eine dreimonatige Einstiegsfortbildung. In dieser Phase vermitteln erfahrene Lehrkräfte und Mentoren Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu wesentlichen Abläufen des Schulalltages und der Unterrichtsgestaltung. Danach schließt sich im Regelfall ein berufsbegleitender Ausbildungsabschnitt an einer Universität an. Die Qualifizierungsangebote sollen individuell und aufbauend zum vorhandenen Hochschulabschluss gestaltet werden. Eine interministerielle Arbeitsgruppe aus Kultusministerium, Wissenschaftsministerium und Finanzministerium wird umgehend die genauen Rahmenbedingungen für die berufsbegleitende Fortbildung zu entwickeln.

Mehr Lehrerstellen und Entlastung der Grundschullehrer

Das Qualifizierungsprogramm für Seiteneinsteiger macht es notwendig, auch die Zahl der Lehrerstellen zu erhöhen. Die Einstiegsqualifizierung und die fachliche Begleitung von Seiteneinsteigern an den Schulen erfolgt durch erfahrene Lehrerinnen und Lehrer. Es gibt noch auch einen weiteren Grund für mehr Lehrerstellen. Das Kabinett hat sich darauf verständigt, das Regelstundenmaß von Grundschullehrern von 28 Wochenstunden auf 27 zu senken. Dadurch steigt der Lehrerbedarf. Damit das nicht zu Lasten der Unterrichtsversorgung geht, werden die Lehrerstellen um insgesamt 722 Stellen für die nächsten beiden Haushaltsjahre erhöht.

Schulleitungen

Da den Lehrerinnen und Lehrern Beförderungen oder Höhergruppierungen ermöglicht werden, werden in allen Schularten auch die Schulleitungsämter entsprechend angepasst.

Zugang zum Lehramtsstudium werden verbessert

Die Hochschulzulassungsverordnung soll weiterentwickelt und damit der Zugang zu einem Lehramtsstudium vor allem für Abiturienten aus Sachsen verbessert werden. So kann ein Freiwilliges Soziales Jahr Pädagogik bei der Zulassungsentscheidung stärker berücksichtigt werden.

Mehr Bewerber- und Serviceorientierung in der Schulverwaltung

Das Kultusministerium wird das Einstellungsverfahren für Lehrer transparenter und bewerberorientierter ausgestalten. Dazu werden die konkreten Bedarfe der einzelnen Schulstandorte veröffentlicht. Bewerbungen können nicht nur schulartspezifisch, sondern auch schulstandortbezogen zugelassen werden.

Entlastung durch Schulverwaltungsassistenten

Mit dem Maßnahmenpaket will der Freistaat die Leistung der Lehrer durch bessere Verdienstmöglichkeiten würdigen. Gleichzeitig sollen sie aber auch von Arbeiten entlastet werden. Dazu wird das Modellprojekt „Schulverwaltungsassistenten“ ins Leben rufen. Die Assistenten können z. B. bei Aufgaben, die neben dem Unterricht erledigt werden müssen, mithelfen. Sie sollen die Lehrer von Verwaltungsarbeit entlasten.

Zu weiteren Entlastung wird das Kultusministerium gemeinsam mit Schulpraktikern bis zum Schuljahresende 2016/2017 die Schulordnungen sowie eingeführte Instrumente zur Dokumentation und Qualitätssicherung überprüfen. Aufwand und Nutzen werden neu abgewogen.

* Zu allen aufgezeigten Verbesserungen der Lehrergehälter muss man folgendes beachten: Den Angaben zu den Gehaltserhöhungen, – Höhergruppierung und Zulagen liegen allgemeine Grundannahmen zugrunde (Berufsanfänger) und sie berechnen sich nach den tabellenmäßigen Entgelten. Die persönliche Höhe der Zulage variiert aufgrund der jeweiligen persönlichen Verhältnisse: Dies sind z. B. Personenstand (ledig, verheiratet), Anzahl der Kinder, Erfahrungsstufe in der Entgeltgruppe, Steuerklasse.  // Bild: André Forner // Quelle: https://www.bildung.sachsen.de/blog/


> Liebe-Freunde-Brief der Sächsischen Kultusministerin Kurth zum Bildungspaket 2016
> Online-Blog des Sächsischen Kultusministeriums


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